Claudia Thiele
Claudia Thiele

Grenzen setzen... aber wie?

Grenzen erzeugen Reibung. Reibung erzeugt wärme. Jan-Uwe Rogge

 

Inhalt:

 

Grenzen sind mehr als ein reglementierendes Erziehungsinstrument. Grenzen begegnen uns im Leben täglich und überall. Grenzen gestalten Räume und Zeiten, sie geben Sicherheit. Manchmal sind sie nur eine zeitlang gültig. – Aber Grenzen reizen auch, sie zu überschreiten.

 

Ohne diese Überschreitungen ist keine menschliche Entwicklung möglich. Unsere Aufgabe ist es Grenzwächter zu sein, in dem wir darauf achten, dass Kinder sachgemäß mit Materialien umgehen und ihnen die Konsequenzen aufzuzeigen, dass sie erst wieder mit dem Material umgehen dürfen, wenn sie wissen, wie man es sachgemäß benutzt. Genauso gilt es Kinder zu ermutigen über ihre eigenen Grenzen hinauszuwachsen, in dem wir sie dazu ermuntern, an der Sprossenwand noch höher zu klettern.

 

In der Erziehung Grenzen zu setzen bedarf einer positiven Haltung, die Machtkämpfe meidet, Konsequenzen als sachliche Folge und nicht als Strafe wirken lässt. Die Einstellung zum Kind ist grundsätzlich positiv, schließlich ist nicht das Kind schlecht, sondern es zeigt nur unangemessenes Verhalten. Der Blick ist vor allem auf die Stärken des Kindes gerichtet und wir ermutigen es, Grenzen zu überschreiten und sich so stetig weiter zu entwickeln.

 

Aber auch wir stoßen täglich an unsere Grenzen. Es gilt immer wieder zu überprüfen, ob wir Grenzen akzeptieren müssen, um nicht auszubrennen, oder ob wir Ermutigung brauchen, um eine Grenze zu überschreiten.

Auch gilt es, sich immer wieder bei Eltern und Kolleginnen abzugrenzen.

 

Unsere Aufgabe ist es nicht nur, Grenzen aufzuzeigen, diese immer wieder zu reflektieren und zu hinterfragen, sondern auch unsere eigenen zu erkennen und uns an gegebener Stelle zu ermutigen, diese zu überschreiten.

Das Bild vom Kind ist Grundlage für viele Entscheidungen, Kinder einzugrenzen oder sie gewähren zu lassen.

In Teamfortbildungen wird überprüft, ob ein einheitliches Bild vom Kind vorliegt. Es kann ein gemeinsamer Regelkatalog für die Einrichtung erarbeitet werden.

 

Themenübersicht:


·                   Grundlagen der Individualpsychologie

·                   Was sind Grenzen?

·                   Die Bedeutung der Ermutigung

·                   Unterscheidung von Strafe und Konsequenz, Lob und Ermutigung

·                   Wie man Machtkämpfe meistert?

·                   Wie ermutige ich mich selbst?

·                   Wie kann ich mich im Alltag abgrenzen?

·                   Vorstellung der Methode der "Kollegiale Beratung"

·                   Praktische Übungen an Hand von Beispielen aus Ihrer Praxis

 

Dauer:

 

Je nach Absprache 1-2 Tage

 

 

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